Auf Reisen, Österreich
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Innsbruck – Familienurlaub in der Alpenstadt

Städtetrip in die Hauptstadt Tirols

Bunte Häuser zieren das Ufer der Inn. Direkt über den Dächern ragen verschneite Berge in die Höhe. Sie gehören zur Nordkette, die mächtig über der Stadt thront und zum Naturpark Karwendel gehört. Der Berg in der Stadt wird die Nordkette genannt. Kinder laufen eingemummelt in Schneeanzüge durch die Gassen. Mütter schieben ihre Babys in Fellsäcke eingepackt im Kinderwagen durch die Stadt. Studenten und Rentner, Touristen und Einheimische, Geschäftsleute und Hipster sind unterwegs. Der eine kommt gerade mit dem Snowboard unterm Arm vom Berg, der andere geht shoppen. Innsbruck ist eine lebendige Stadt. Überall wuselt es. Es riecht nach leckerem Essen und die Schaufenster der Maria Theresien Straße strahlen hell. Innsbruck ist eine besondere Stadt. Einerseits ist die Alpenstadt irgendwie mondän. Luxuriöse Geschäfte, noble Hotels und schicke Restaurants hat es hier. Und andererseits ist Innsbruck eine ganz lässige Stadt, die viele junge Menschen anzieht. Die Mischung aus beidem ist toll. Sie macht die Stadt vielfältig.

Wir waren schon öfter in Innsbruck, haben uns hier ein Springen der Vier-Schanzen-Tournee auf dem Bergisel angeschaut, waren shoppen und gut essen. Gewohnt haben wir immer etwas außerhalb in einem der Feriendörfer von Innsbruck. Das war bevor wir Kinder hatten. Zu Zeiten wo wir einfach auf die Piste sind wann wir Lust dazu hatten oder ganz spontan in eine Bar gegangen sind.

Ist ein Stadthotel die richtige Unterkunft für Familien?

Mit kleinen Kindern sieht die Urlaubsplanung natürlich anders aus. Wo wollen wir während unseres Städtetrips wohnen? Außerhalb von Innsbruck? Oder mitten in der Stadt? Während der ganzen Planung sah ich mich immer schon durch die Geschäfte bummeln und Latte Macchiato in einem der hippen Cafés schlürfen. Meine Tendenz ging also ganz klar in Richtung Stadthotel. Doch ist meine Vorstellung von einem Citytrip mit Familie realistisch? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt heißt es doch immer.

Also buchen wir uns kurzerhand ins Stage12 Hotel by Penz ein. Ein Designhotel. Es liegt mitten in der Fußgängerzone. Nur fünf Gehminuten vom Goldenen Dachl und ein paar Schritte von der Rathaus Passage entfernt. Zentraler geht’s nicht. Bunte Skulpturen erleuchten den Weg zum Hoteleingang. Durch die Glasfront sehen wir in die Hotelbar. Alles ist in Gold-, Braun- und Naturtönen gehalten. Kontrast setzen türkisfarbene Polstermöbel. In der Lobby hängt eine Schaukel von der Decke, eine goldene Hand dient als Stuhl und gleichzeitig als Photo Point. „Das Hotel ist so schick und alles andere als ein Familienhotel“, schießt es mir durch den Kopf. Ich bekomme leichte Schweißausbrüche bei dem Gedanken daran, wie Hanna hier beim Frühstück durch die Gänge rennt, mit Orangensaft kleckert, Moritz einen Schreianfall bekommt und die anderen Gäste uns mit vorwurfsvollen Blicken strafen. Ich schiebe den Gedanken schnell bei Seite. Wer sagt denn, dass man als Familie nicht in einem schicken Stadthotel wohnen darf? Kinder sind wie sie sind. Und daran sollte sich keiner stören. Christi und mir gefällt es auf jeden Fall im Stage12 Hotel by Penz. Mal aus dem Elternalltag ausbrechen, sich anstatt in Jogginghose auf die Couch zu hocken sich in schicke Klamotten zu werfen und durch die Gassen zu bummeln, tut gut.

Unser Zimmer im Stage 12 Hotel by Penz ist ein Familienzimmer. Das Hotel hat sich also durchaus auch auf Familien eingestellt. Gegenüber von unserem Doppelbett steht ein Stockbett für die Kinder. Mit einem Vorhang lässt sich der Kinderbereich vom Rest des Zimmers abtrennen. Super. So hat jeder etwas Privatsphäre. Hanna flitzt durch die Gegend, ist ganz aus dem Häuschen vom Samtsessel und der Lampe auf der Palmen und ein Kolibri zu sehen sind. Am meisten hat es ihr aber das Podest am Fenstern angetan. Mir auch. Auf Kissen sitzen wir dort, machen es uns gemütlich und beobachten die Leute im Innenhof. Moritz gluckst auf dem Bett vor sich hin.

Wir machen uns startklar, wollen jetzt ein bisschen bummeln. Mit dem Aufzug runter, raus aus dem Hotel und schon sind wir mitten im Stadtgeschehen. Es herrscht noch winterliche Stimmung. Die Bäume sind von hunderten, glitzernden Lichtern erstrahlt. Es dämmert. Wir steuern das Weiße Rössl an, ein Traditionslokal in der Innenstadt. Uriges Ambiente, leckeres Essen und familienfreundlich. Ein Volltreffer.
Der nächste Morgen. Hanna hüpft durch den Frühstücksraum und weiß gar nicht was sie als erstes haben möchte. Eier, Milchschaum, eines der vielen Müslis? Keiner schaut uns schräg an. Alle sind entspannt und wir genießen das große Buffet.

In den letzten Tagen hat es viel geschneit in den Alpen. Wahnsinnig viel. Die Nordkette und auch das Skigebiet Mutterer Alm sind deshalb gesperrt. Zu hoch ist die Lawinengefahr. Schnell legen wir uns ein kindgerechtes Alternativprogramm zu recht. Im Gepäck haben wir die Innsbruck Card. Mit dieser Karte sind fast alle Eintritte in die Sehenswürdigkeiten der Stadt inklusive.

Ausflugsziele für Familien

Direkt in der Altstadt steigen wir in die Hungerburgbahn. Eigentlich fährt sie bis hinauf auf die Hungerburg. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zur Seegrubenbahn, die hinauf auf den 2.300 Meter hohen Aussichtspunkt Hafelekar fährt. Er liegt mitten im Naturpark Karwendel.

Für uns ist aber heute am Alpenzoo Schluss mit der Fahrt.
Hoch über der Stadt liegt er. Die Sonne scheint, der Schnee glitzert, Innsbruck liegt uns zu Füßen. Bären, Elche, Wildkatzen, Murmeltiere. Hanna ist begeistert. Und wir sind es auch. Selten haben wir so einen schönen Zoo gesehen. Die Gehege sind absolut naturnah gestaltet und passen sich perfekt in die Umgebung ein. Die Infotafeln sind kurzweilig und interessant geschrieben. Im Streichelzoo füttern wir Ziegen, bestaunen Babyschweine und ein Kälbchen. Hoch und runter geht es im Zoo. Immer hat man einen fantastischen Blick auf die Stadt. Nach dem Zoobesuch laufen wir in etwa zwanzig Minuten zu Fuß durch den Park in die Stadt hinab.

Next Stop: Markthalle. Wo immer es eine gibt, schlemmen wir uns gern durch das kulinarische Angebot der stadteigenen Markthalle. Die Innsbrucker Markthalle hat viele kleine Essensstände. Überall brutzelt und dampft es. Schnell merkt man, dass Innsbruck schon etwas italienischen Einschlag hat. Schüttelbrot, Speck, leckere Nudeln. Wir lassen es uns gut gehen.

Zeit für den Mittagsschlaf. Wie gut, dass wir mitten in der Stadt wohnen und uns im Zimmer ablegen können. Am Mittag bummeln wir einfach gemütlich durch die Stadt und kehren im Stiftskeller ein. Ein riesiges Brauhaus, das sich auf die vielen Touristen eingestellt hat. Unser Essen steht schneller auf dem Tisch als wir blinzeln können. Aber das Schnitzel schmeckt gut. Am nächsten Tag stehen die Swarovski Kristallwelten auf unserem Programm. Etwas außerhalb von Innsbruck in Wattens, schlendern wir durch die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten. Dort interpretieren Künstler, Designer und Architekten das Thema Kristall auf ganz unterschiedliche Art. Das Gebäude in dem sich die Wunderkammern befinden, sieht wie ein Riese aus. Hanna ist noch etwas zu klein für die Ausstellung und so gehen wir schnell hinüber in den Spieleturm, der ebenfalls zu den Kristallwelten gehört. Auf vier Ebenen klettert, rutscht und springt sie durch die Gegend.

Uns zieht es wieder zurück nach Innsbruck ins Audioversum. Das ist eine interaktive Ausstellung, in der sich alles um das Thema Hören dreht. Wirklich ein tolles und total kindgerechtes Museum. Gut zu wissen: An der Kasse können Kinder nach einem TipToi Stift fragen. Über Kopfhörer erhält man dann an den einzelnen Erlebnisstationen Zusatzinformationen und Quizfragen, die man mit dem TipToi Stift auf einer digitalen Checkkarte beantwortet.

Bevor wir essen gehen, besteigen wir noch den Stadtturm. Nach 133 Treppen sind wir oben angekommen. Jetzt sehen wir über ganz Innsbruck. Man erkennt noch deutlicher wie nah die Stadt an den Bergen, am Naturpark Karwendel liegt. Wir haben Hunger. Unser Abschlussessen führt uns in die Pizzerei. Ein sagenhafter Italiener mit tollen Pizzen und grandioser Weinauswahl.

Info

Unterkunft
Das Stage 12 Hotel by Penz liegt mitten in der Innsbrucker Einkaufsmeile, in der Maria Theresien Straße. Es ist ein schickes Designhotel mit toller Bar und modernen und ansprechend gestalteten Zimmern. Das Frühstücksbuffet am Morgen ist vielfältig und sehr lecker. Im kleinen Spa kann man nach einem langen Tag in der Stadt entspannen. Obwohl viele Geschäftsleute hier unterwegs sind, hat sich das Hotel auch auf Familien spezialisiert. Es gibt Dreibett- und Familienzimmer.

Stage12 Hotel by Penz
Maria Theresen Straße 12
A-6020 Innsbruck
Tel.: 0043 / 512-312 312
www.stage12.at

Offenlegung: Unsere Reise nach Innsbruck wurde vom TVB Innsbruck und vom Stage12 Hotel by Penz unterstützt. Ein herzliches Dankeschön dafür! Meine Meinung bleibt davon jedoch wie immer unangetastet.





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  1. Inspirierende Tipps zu Innsbruck, danke! Möchte zu meiner Freundin dorthin, die ich schon seit fünf Jahren nicht gesehen habe. Für die Meinen wäre der Streichelzoo sowie auch die Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten vom großen Interesse. Hoffe, die Stadt ist schnell mit dem Flughafentaxi zu erreichen, denn wir kommen spät an und die Kinder sollen schon möglichst schnell ins Bett. Den Tipp zur Unterkunft beherzige ich!

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