Autor: Stadtmamaunterwegs

Mit dem Zug nach Bad Wildbad

Ein schriller Pfiff vom Schaffner und schon setzt sich der Zug in Bewegung und rattert aus dem Stuttgarter Bahnhof hinaus. Meine kleine Tochter Hanna sitzt mit einem Stofftier im Arm und einer Brezel in der Hand auf dem Fensterplatz. Mit den Beinen baumelt sie in der Luft und ihr Gesicht drückt sie ganz nah an die Scheibe. Neben ihr sitzt ihre Freundin. Die beiden schauen den vorbeiziehenden Häusern nach. Aufgeregt erzählen sie davon, was sie da draußen alles sehen. Mal entdecken sie einen Bagger, mal einen großen Fabrikturm. Neben Hanna steht der Rucksack, den sie am Morgen gepackt hat. Jetzt zieht sie ein Buch daraus hervor. Wir machen es uns auf den Sitzen bequem und lesen es gemeinsam. Zugfahren, das ist für Kinder ein Abenteuer. Wir sind eine sehr aktive Familie. Wann immer es uns möglich ist, verreisen wir. Mit den Kindern in der Kraxe besteigen wir Berge oder erkunden mit Rädern die Gegend. Gern schlemmen wir uns durch die kulinarischen Highlights der jeweiligen Reisedestination. Doch so sehr wir fremde Länder und Kulturen lieben, so …

Campen mit Kindern

Die Reisevorbereitung Elternzeit im Wohnmobil? Echt, das traut ihr euch? Was für mich das Normalste auf der Welt war, war für viele unserer Freunde total verrückt. Mit einem acht Monate alten Baby im Van durch Frankreich zu tingeln war für sie gefühlt ein größeres Abenteuer als den Mount Everest zu besteigen. Aber es ist halt wie immer. Das was einem selbst  vertraut ist, macht einem keine Angst. Und Christian und ich waren schon oft Campen. Gerade mit ganz kleinen Kindern ist Campen auch eigentlich gar kein Problem. Im Normalfall schlafen die Kleinen egal wo man sie hinlegt. Ob das das Bett zu Hause, die Matratze bei Oma, das Hotelbett oder eben das Bett im Wohnmobil ist. Hauptsache sie fühlen sich geborgen. Eigentlich finde ich Campen mit Kleinkindern sogar entspannter als einen Hotelaufenthalt, zumindest dann wenn man rumreist. Durch den Wohnwagen oder Van haben die Kinder eine Basis auf Reisen, die sich nicht verändert. Reist man von Hotel zu Hotel oder von Ferienwohnung zu Ferienwohnung, kann das für die Kinder unter Umständen etwas anstrengend sein sich …

Nachhaltigkeit auf Reisen

Einwegflaschen liegen in unserem Vorzelt. Daneben leer getrunkene Quetschis und Plastiktüten aus dem Supermarkt. Gerade packe ich unser Vesper für den Ausflug in Alufolie ein. Ich bin genervt. Genervt weil wir auf unserer Reise so viel Müll produzieren. Vielleicht fällt es mir hier im Urlaub besonders auf weil ich zu Hause schon lange darauf achte so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Obst und Gemüse nehme ich lose anstatt in Folie verpack mit, ich habe fast immer eine Stofftasche zum Einkaufen dabei und Getränke kaufen wir in Glasflaschen. Klar, das sind teilweise banale Dinge. Aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Dennoch ist mein Haushalt natürlich noch weit entfernt von einem zerowaste Haushalt. Erst recht seit wir Kinder haben. An Stoffwindeln habe ich mich nie ran getraut und auch Feuchttücher mache ich nicht selbst. Dinge wie Geschirrspültaps kaufen wir noch immer anstatt sie selbst herzustellen. Und das obwohl jeder einzelne Tab in Plastik verpackt ist. Was ein Unsinn wenn man genau darüber nachdenkt.  Und auf unserer Elternzeitreise ist es mir irgendwie noch schwerer gefallen …

Das zehn Minuten Vorzelt

Stangen, riesige Planen, Schlaufen von denen man nie weiß wo sie hingehören. Was habe ich schon beim Aufbau von Vorzelten geflucht. Und ich weiß, ich bin nicht allein damit. Es ist immer wieder ein Schauspiel zu beobachten wie Leute, vorzugsweise Campingneulinge, am Aufbau des Vorzeltes kläglich scheitern. Und es gibt bestimmt auch eine Dunkelziffern an Ehen, die wegen dem Vorzelt Aufbau  in die Brüche gegangen ist. Schon beim Kauf unseres kleinen Wohnwagens war uns klar, dass er ein absolut schön Wetter Wohnwagen ist. Geschlafen wird drinnen, gegessen wird draußen. Doch gerade wenn man mit Kindern reist, ist es wichtig auch im Freien vor Wind- und Regen geschützt zu sein. Deshalb gehört für mich ein Vorzelt ganz klar  zur Grundausstattung, wenn man als Familie campen geht. Ein Zelt zum Aufblasen Auf der Recherche nach dem passenden Vorzelt bin ich schnell bei den so genannten Air Tents hängen geblieben. Diese Zelte haben anstatt einem Gestänge, mit Luft gefüllte Streben. Sprich: Man pustet das Zelt einfach auf. Kein lästiges Stangen einfädeln und ewiges Bedienungsanleitungen lesen. Das hat mich überzeugt. …

Ein Kinderwagen so groß wie eine Handtasche

Jedes Jahr aufs Neue fragen wir uns wie all das Gepäck für den Urlaub in unser Auto und den Wohnwagen passen soll. Ich versuche wirklich schon dezimiert zu packen und nur das Nötigste mitzunehmen. Aber sobald man Kinder hat, wächst das Gepäck einfach schlagartig an. Laufrad, Sandelsachen, eine Tasche mit Büchern und den liebsten Kuscheltieren und so geht es gerade weiter. Aber das eigentlich Problem ist der Kinderwagen. Sobald man den Wagen in den Kofferraum verfrachtet, ist dieser quasi auch schon mehr oder weniger voll.  Bis jetzt. Denn in diesem Jahr fährt der Babyzen Yoyo + mit uns in den Urlaub. Schon lange habe ich diesen Wagen im Auge. Immer wieder habe ich ihnen auf Bildern reisender Familien entdeckt. Jetzt halte ich das schicke Teil selbst in den Händen. Und ja, er ist wirklich nicht viel größer als eine Handtasche.  Der Babyzen Yoyo darf mit ins Handgepäck Entwickelt haben diesen genialen Kinderwagen französische Papas. Danke dafür. Denn ich bin echt angetan von dem Gefährt. Mit Schulterriemen ausgestattet, kann man sich den Kinderwagen in zusammengeklapptem Zustand einfach …

Elternzeitreise – Warum wir Campen lieben

Zelt, Wohnmobil oder Wohnwagen. Ganz egal. Campen ist für mich eine der schönsten Arten zu Reisen. Warum? Ich denke es gibt keine naturnähere Form unterwegs zu sein. Sobald man die Tür aufmacht oder den Reisverschluss vom Zelt öffnet, ist man im Freien, draußen an der frischen Luft. Und das mag ich so sehr. Beim Campen reduziert sich alles irgendwie auf das Wesentliche. Allein durch die Größe des Vans oder Zelts beschränkt sich das Reisegepäck enorm. Man hat meist nur das Nötigste dabei. Und siehe da: Es reicht vollkommen aus. Beim Campen ist man frei. Frei dorthin zu reisen wo man will. Gefällt es einem an einem Ort nicht, packt man seine sieben Sachen und fährt weiter. Diese Spontanität bietet eigentlich keine andere Reiseform. In der Hauptreisezeit in touristischen Hochburgen trifft das so leider nicht mehr ganz zu. Da muss man die Campingplätze vorgebucht haben. Schon vor den Kindern waren wir oft campen. Auch beruflich als Reiseredakteurin verbrachte ich viele Stunden im Van, Camper und Zelt. Keine Frage also, dass wir auch mit unseren Kindern campen gehen. …

Carezza Dolomites – Familienskigebiet in Südtirol

Skiurlaub im Weltnaturerbe Dolomiten Pinker Schneeanzug, blauer Helm, rote Ski, Sonnenbrille auf der Nase und Schnulli im Mund. Dieses Bild werde ich wohl nie vergessen. Es hat sich in meine Erinnerungen eingebrannt. Es ist das Bild wie Hanna zum ersten Mal auf Ski steht und den Berg hinab flitzt. Okay. Flitzen ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Rutschen trifft es eher. Sie hat ihre Skilehrerin an der Hand. Freudestrahlend fährt sie auf ihren Papa zu. Er wartet unten mit ausgebreiteten Armen auf sie und fängt sie auf. Vor Rührung muss ich fast ein paar Tränen verdrückten. Wir sind im Skigebiet Carezza Dolomites  im Eggental in Südtirol. Wie eine Wand baut sich der Rosengarten vor uns auf. Der Rosengarten ist ein acht Kilometer langes Bergmassiv mit zehn Gipfeln. Er gehört zum Weltnaturerbe Dolomiten. Fast bizarr sehen die Felsen aus. Sie ragen senkrecht in die Höhe. Die Gipfel sind spitz. Das Bergmassiv wirkt allerdings in kennerweise beengend auf uns. Dreht man sich um, weg von den Felsen, schaut man in die Weite. Am Horizont sehen wir die Gipfel des …

Innsbruck – Familienurlaub in der Alpenstadt

Städtetrip in die Hauptstadt Tirols Bunte Häuser zieren das Ufer der Inn. Direkt über den Dächern ragen verschneite Berge in die Höhe. Sie gehören zur Nordkette, die mächtig über der Stadt thront und zum Naturpark Karwendel gehört. Der Berg in der Stadt wird die Nordkette genannt. Kinder laufen eingemummelt in Schneeanzüge durch die Gassen. Mütter schieben ihre Babys in Fellsäcke eingepackt im Kinderwagen durch die Stadt. Studenten und Rentner, Touristen und Einheimische, Geschäftsleute und Hipster sind unterwegs. Der eine kommt gerade mit dem Snowboard unterm Arm vom Berg, der andere geht shoppen. Innsbruck ist eine lebendige Stadt. Überall wuselt es. Es riecht nach leckerem Essen und die Schaufenster der Maria Theresien Straße strahlen hell. Innsbruck ist eine besondere Stadt. Einerseits ist die Alpenstadt irgendwie mondän. Luxuriöse Geschäfte, noble Hotels und schicke Restaurants hat es hier. Und andererseits ist Innsbruck eine ganz lässige Stadt, die viele junge Menschen anzieht. Die Mischung aus beidem ist toll. Sie macht die Stadt vielfältig. Wir waren schon öfter in Innsbruck, haben uns hier ein Springen der Vier-Schanzen-Tournee auf dem Bergisel …

Skifahren mit Baby

So gelingt der erste Skiurlaub mit Kleinkind Viele frisch gebackene Familien fragen sich, ob der Skiurlaub mit Baby funktioniert. Diese Frage kann ich mit einem klaren Ja beantworten. Es ist zwar im Vorfeld etwas mehr Planung notwendig und vor Ort ist es manchmal auch ein bisschen anstrengender aber im Endeffekt ist Skifahren mit Kleinkind wirklich kein Problem. Zumindest dann, wenn man ein paar Punkte beachtet. Hier meine persönlichen acht besten Tipps für einen entspannten Skiurlaub.

Kindertrage – darauf kommt es beim Kauf an

Wie ihr mittlerweile wisst, gehen wir wirklich gern wandern. Freunde fragen mich regelmäßig über unsere Touren aus. Klappt Wandern mit Kind wirklich? Was für Touren lauft ihr? Habt ihr Hanna im Tuch oder in der Kraxe? Ab welchem Alter eignet sich eine Kindertrage überhaupt? Und worauf sollen wir beim Kauf der Kraxe achten? Diese Fragen werden mir immer wieder gestellt. Mit der richtigen Ausrüstung ist Wandern mit Kind gar kein Problem. Wir hatten Hanna von Anfang an auf längeren Touren in der Babytrage oder im Tuch. Schon das hat ihr gut gefallen. Doch umso größer und schwerer Hanna wurde, umso unbequemer fanden wir für uns selbst die Trage oder das Tuch auf längeren Touren. Eine Kraxe verteilt das zu tragende Gewicht einfach viel besser auf den eigenen Körper. Auch wir waren uns anfangs natürlich unschlüssig was für eine Kraxe wir kaufen sollen. Und deswegen haben wir uns erst einmal ein älteres Modell von Jack Wolfskin von Freunden geliehen. Diese Trage ist mittlerweile fast 20 Jahre alt und somit wirklich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Aber um zu testen, …