Monate: Oktober 2018

Stadtteil-Bauernhof

Mit einer Karotte in der einen und Gurkenschalen in der anderen Hand beugt sich Hanna über das Gatter im Hasenstall. Dort sitzen drei wuschelige Hasen mit Schlappohren. Sie warten schon auf ihr Futter. Hanna ist mutig und streichelt ganz vorsichtig das Fell.   Es ist Samstagmorgen kurz nach zehn. Wir sind auf dem Stadtteil-Bauernhof in Bad Cannstatt. Wir, das sind an diesem Morgen Hanna, der kleine Moritz und ich. Hanna stapft mit ihren Gummistiefeln voraus während der Kleine in der Trage vor meinem Bauch schlummert. Schon am Abend zuvor hatte ich beschlossen heute hierher auf den Bauernhof zu kommen. Ich war gespannt darauf, denn komischer Weise war ich noch nie hier obwohl der Hof nur 15 Minuten von uns zu Hause entfernt liegt. Der Bauernhof Durch ein großes Eingangstor betreten wir den Bauernhof. Die Sonne scheint. Es ist ein wunderbarer Herbsttag. Links steht das Farmhaus vor dem sich ein großer Platz mit vielen Tischen und Bänken auftut. Rechts neben dem Platz ist eine weitläufige Wiese. Ein Holzpferd mit Planwagen steht dort. Hanna will unbedingt Hopp Hopp …

Skifahren vor Weihnachten

In der letzen Wintersaison waren wir bereits vor Weihnachten in den Kitzbüheler Alpen zum Skifahren. Das war das erste Mal, dass wir so früh im Winter in den Bergen unterwegs waren. Ich muss sagen, dass ich es herrlich fand. Warum? Ganz klar. Außerhalb der Hauptsaison sind die Pisten  leer und die Preise für Skipass und Unterkunft viel günstiger. Wir hatten Glück mit dem Schnee. Schon Anfang Dezember hat es in den Alpen ordentlich geschneit. Die Pistenverhältnisse waren klasse. Der Hauptgrund warum ich es aber so schön fand so früh im Jahr boarden zu gehen, war die Adventsstimmung hier in den Bergen. St. Johann war der Ort unserer Unterkunft.

Aktivurlaub in Lenggries – Teil 3

Bayerische Wirtshauskultur Drei Männer sitzen an einem Tisch. Vor ihnen steht je ein Glas Bier.  Wildgeweihe verschiedener Größen hängen an der Wand über ihnen. Im Eck steht ein grüner Kachelofen. Eine Dame mittleren Alters kommt hinter dem Schanktisch hervor. In der Hand hält sie weitere Gläser voll Bier. Mit Schwung durchquert sie den Gastraum und wirft uns ein Griaß Eich zu. Ihr bodenlanges Dirndl schwingt über den Holzboden. Wir setzen uns an einen freien Tisch. Im Eck über uns hängt kein Hirschgeweih, dafür aber ein Kruzifix und gegenüber an der Wand Fische aus Holz. Wir sitzen in der Bauernstube vom Wieserwirt. Es ist gemütlich und irgendwie so richtig bayerisch hier. Urbayerisch würde ich sagen. Hier gibt es kein chichi, es ist nichts auf modern gemacht. Und auch die Karte ist typisch bayerisch. Sauerbraten, Hackbraten, Schnitzel, Fisch- und Wildspezialitäten und weitere, meist deftige, Gerichte stehen auf der Karte. Der Wieserwirt ist ein bayerisches Wirtshaus wie man es sich vorstellt. Was ist das denn für eine Kultur? Ja, die Wirtshauskultur ist wirklich eine Kultur. Und jeder der schon …