Autor: Stadtmamaunterwegs

Unser liebstes Spielzeug für lange Herbsttage

Werbung Es regnet und windet. Es ist kalt und ungemütlich draußen. Wenn die Tage wieder kürzer werden, beginnen zugleich die gemütlichen Tage zu Hause. Basteln, Tee trinken, Bücher lesen – das machen wir an solchen Tagen gern. So Tage können aber auch ganz schön lang werden, wenn man mit den Kindern nicht raus kann. Uns fällt da schnell die Decke auf den Kopf und der Lagerkoller ist vorprogrammiert. In diesen Tagen miste ich immer die Spielzeugtruhe der Kinder aus, überlege mir mit was sie gern spielen und was unnötig ist. Über das Jahr hinweg sammeln sich bei uns immer wieder kleinere Spielsachen an, die die Kinder im Prinzip nie benutzen und die nur im Weg rumliegen. Das sind oft Sachen von Gewinnen einer Tombola oder ähnliches. Diese Sachen packe ich dann in eine Box und schnell aus dem Sichtfeld der Kinder. Stattdessen räume ich die Spielsachen vor mit denen sich die Kinder auch mal eine längere Zeit beschäftigen. Bei Moritz sind das aktuell Stapeltürme, Holzpuzzel und Nachziehtiere. Bei Hanna stehen Duplo und erste Playmobil Figuren …

Urlaub in Kärnten

Nebelschwaden wabern um uns herum und ziehen in Richtung Gipfel. Zwischendrin reißt es für kurze Momente auf und dann erhaschen wir einen Blick hinab ins Tal auf den in der Sonne glitzernden Millstätter See. Die Stimmung hier auf der Millstätter Alpe in Richtung Granattor ist fast mystisch. Es ist wunderschön. Moritz gluckst in der Trage auf meinem Rücken, Hanna schläft in der Kraxe auf Paps Rücken. Fast 400 Höhenmeter haben wir in der letzten Stunde zurück gelegt. Uns rinnt der Schweiß und dennoch sind wir glücklich. Kärnten, das südlichste Bundesland Österreichs haben wir uns in diesem Sommer für unsere vierwöchige Elternzeitreise mit dem Wohnwagen ausgesucht. Warum gerade dorthin? Echt, ihr macht vier Wochen Urlaub nur in Österreich? Das haben uns viele gefragt. Frankreich, Portugal, Spanien, Irland…. Das wäre doch alles viel schöner, sagten sie uns.  Stimmt nicht. Kärnten ist wunderschön. Land der Seen Kärnten. So ein bisschen kannten wir das Bundesland bereits. Christis Papa kommt von dort. Vom Klopeiner See genauer gesagt. Jeden Sommer hat Christi dort als Kind seine Sommerferien verbracht. Und auch wir …

Garda Trentino im Herbst

Hinter den Olivenbäumen unten im Tal glitzert der Gardasee in der Sonne. Es ist warm, das Licht ist ganz weich in diesen Herbsttagen. Eidechsen genießen die letzten Sonnenstrahlen des Jahres auf den Trockensteinmauern. Umrisse von Windsurfern sind auf dem See zu erkennen. Rechts ragen Felsen in die Höhe. Sie sind schroff und markant. Wir laufen im Schatten der Bäume über einen groben Schotterweg vom Örtchen Nago hinab nach Torbole. Die Region Garda Trentino bildet den nördlichsten Teil des Gardasees. Die Orte Torbole und Riva gehören dazu. Sie liegen direkt am Gardasee und sind ein Mekka für Wassersportler. Die Region erstreckt sich weit ins Hinterland des Gardasees. Die Städte Arco und Tenno gehören dazu. Das Garda Trentino im Norden des Gardasees Bislang kannte ich nur den Süden des Gardasees. Hier oben im Norden war ich noch nie. Wir wohnen auf dem Campingplatz Al Porto in einer Ferienwohnung. Der Platz ist klein, gepflegt und sehr schön angelegt. Er hat direkten Seezugang und bis zur Innenstadt von Torbole sind es zu Fuß keine fünf Minuten. Obwohl es schon …

Unterwegs in Osttirol

Direkt vor unserem Fenster türmen sie sich auf, die Lienzer Dolomiten. Unverwechselbar markant ragen die Gipfel spitz in die Höhe. Die Dolomiten sehen einfach anders aus als andere Berge. Wir stehen auf dem Comfortcampingplazt Falken nur fünf Minuten von der Lienzer Innenstadt entfernt und können uns von unserem Wohnwagenfenster aus nicht satt sahen an diesem Panorama. Lienz ist die Hauptstadt von Osttirol, die Dolomiten bilden die Grenze zu Südtirol. In knapp einer Stunde ist man von hier mit dem Auto im Nationalpark Drei Zinnen. Anreise über die Felbertauernstraße Osttirol war für uns bislang ein schwarzer Fleck auf der Landkarte. Weder im Sommer noch im Winter waren wir jemals hier. Wir reisen über die Felbertauernstaße an. Über München geht es zunächst nach Kufstein und von dort bis nach Kitzbühel und dann nach Mittersill mitten hinein nach Osttirol. Seit 1967 gibt es die Straße. Früher, bevor es die Tauernautobahn gab,  war sie eine der Hauptverkehrsrouten in Richtung Osttirol, Kärnten und Italien. Die Straße führt mitten durch die Nationalpark Region. Wir stehen nicht im Stau und haben eine sehr …

Millstätter See in Kärnten

Mit jedem Ruderschalg schippert das Holzboot weiter hinaus auf den Millstätter See. Die herrschaftlichen Häuser des Örtchens Millstatt werden kleiner am Horizont und wir nähern uns schaukelnd der anderen Seeseite. Dort zieren Bäume das Ufer. Es ist unverbaut und liegt herrlich naturbelassen da. Das Boot hält an. Neben mir auf er Bank sitzt Hanna. Ich halte sie fest im Arm. Mit nackten Füßen und einer Schwimmweste sitzt sie da und lauscht Peter Sichrovsky. Peter trägt kurze Hosen und ein lässiges Shirt. Gerade hält er eine noch zappelnde Reinanke in den Händen. Mit einem kurzen Schlag auf den Kopf erlöst er den Fisch. Hanna macht große Augen. Ich mache mir etwas Sorgen wie sie reagiert. Doch Peter erzählt, dass es beim Fischen wichtig ist die Tiere nicht leiden zu lassen. Er erklärt, dass Fische nur unter Wasser atmen können und dass sie sich sobald sie an der Luft sind quälen und man sie deshalb schnell von diesen Qualen befreien muss. Hanna hört zu und nickt als ob sie jedes Wort verstehen würde. Peter ist Fischer und …

Region Villach mit Kindern

Unten im Tal wird der Ossiacher See immer kleiner.  So klein, dass wir ihn auf einmal in seiner ganzen Größe sehen. In der  Gondel schweben wir hinauf auf den Hausberg des Sees, die Gerlitzen Alpe. Es ist noch früh am Morgen. Im Sommer ist hier viel los und wir wollen noch vor den Menschenmassen auf den Berg. Vor vielen Jahren waren wir hier auf der Gerlitzen Alpe schon eimal zum Skifahren. Allerdings nur für einen Tagesausflug. Unser Plan geht auf. Als wir in der Mittelstation ankommen, sind wir noch fast allein auf dem Berg.  Wir laufen ein paar Schritte weiter zum Sessellift und fahren ganz hinauf auf den Gipfel. Es ist frisch an diesem Morgen. Es hat nur 8 Grad und mir ist kalt. Doch die Kälte ist beim Anblick des Panoramas vergessen. Wir sehen hinab auf den Ossiacher See, weiter bis zum Faaker See und die Stadt Villach. Im Hintergrund ragen die Julischen Alpen empor. Wir sehen bis nach Italien und Slowenien. Auf der anderen Seite reicht der Blick bis zum Wörther See. Die …

Nationalpark Hohe Tauern in Kärnten

Es ist früh am Morgen. Die Kinder drücken sich die Nasen an der Wohnwagenscheibe platt. Gerade geht die Sonne auf. Wir stehen in erster Reihe zu einem kleinen See im Fugo Freizeitcamp. Noch hängen ein paar Nebelschwaden über dem Wasser. Im Hintergrund ragen die Berge empor. Das Wasser glitzert im Sonnenlicht und ein Schwan macht sich auf den Weg ins Wasser. Ich ziehe den Kindern Matschhosen über den Schlafanzug. Dann dürfen sie raus. Es ist so still hier. So herrlich ruhig. Schnell brühe ich mir einen Kaffee auf, setze mich vor den Wohnwagen und beobachte die zwei. Hanna lässt Steine im Wasser flippen, Moritz befühlt das noch feuchte Gras mit seinen Händen. Christi kommt mit frischen Brötchen vom Bäcker. Der Start in unseren ersten Tag unserer Elternzeitreise hier in Kärnten könnte nicht besser beginnen. Wir sind in Kleblach-Lind auf einem ganz neu eröffneten Campingplatz. Die Gemeinde liegt im Oberen Drautal rund 10 Kilometer von dem Städtchen Greifenburg entfernt. Die Region gehört zum Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Das ist der größte Nationalpark in ganz …

DIY Camper – Der Kauf

Ein eigener Camper – davon haben mein Mann und ich schon lange geträumt. Anfangs malten wir uns in unseren Gedanken eine hippen VW Bus im Retro Style aus. Dann, als Hanna auf der Welt war, lernten wir die Vorzüge eines Wohnwagen kennen. Warum? Das habe ich euch bereits in meinem Artikel „Warum wir Campen lieben“ verraten. Wir verliebten uns in die Vorstellung uns einen alten Wohnwagen zu kaufen und ihn ganz noch unseren Vorstellungen zu renovieren.  Die Suche nach einem gebrauchten Camper Nach unserer zweiten Elternzeitreise machten wir uns also auf die Suche nach einem gebrauchten Wohnwagen. Da Christi und ich beide den neuen Führerschein und keinen Hängerschein besitzen, musste es ein leichter und somit auch kleiner Wohnwagen mit familientauglichem Grundriss sein. Gar nicht so einfach so etwas günstig zu finden. Doch wie es der Zufall wollte, verkauften Verwandte von uns ihren kleinen Knaus Vimara 360. Den richtigen Grundriss finden Schon beim ersten Betreten hat es uns der kleine, schnuckelige Wohnwagen angetan. Der Grundriss war perfekt für uns und unsere Bedürfnisse. Wenn man rein kommt, befindet …

Mit dem Zug nach Bad Wildbad

Ein schriller Pfiff vom Schaffner und schon setzt sich der Zug in Bewegung und rattert aus dem Stuttgarter Bahnhof hinaus. Meine kleine Tochter Hanna sitzt mit einem Stofftier im Arm und einer Brezel in der Hand auf dem Fensterplatz. Mit den Beinen baumelt sie in der Luft und ihr Gesicht drückt sie ganz nah an die Scheibe. Neben ihr sitzt ihre Freundin. Die beiden schauen den vorbeiziehenden Häusern nach. Aufgeregt erzählen sie davon, was sie da draußen alles sehen. Mal entdecken sie einen Bagger, mal einen großen Fabrikturm. Neben Hanna steht der Rucksack, den sie am Morgen gepackt hat. Jetzt zieht sie ein Buch daraus hervor. Wir machen es uns auf den Sitzen bequem und lesen es gemeinsam. Zugfahren, das ist für Kinder ein Abenteuer. Wir sind eine sehr aktive Familie. Wann immer es uns möglich ist, verreisen wir. Mit den Kindern in der Kraxe besteigen wir Berge oder erkunden mit Rädern die Gegend. Gern schlemmen wir uns durch die kulinarischen Highlights der jeweiligen Reisedestination. Doch so sehr wir fremde Länder und Kulturen lieben, so …

Campen mit Kindern

Die Reisevorbereitung Elternzeit im Wohnmobil? Echt, das traut ihr euch? Was für mich das Normalste auf der Welt war, war für viele unserer Freunde total verrückt. Mit einem acht Monate alten Baby im Van durch Frankreich zu tingeln war für sie gefühlt ein größeres Abenteuer als den Mount Everest zu besteigen. Aber es ist halt wie immer. Das was einem selbst  vertraut ist, macht einem keine Angst. Und Christian und ich waren schon oft Campen. Gerade mit ganz kleinen Kindern ist Campen auch eigentlich gar kein Problem. Im Normalfall schlafen die Kleinen egal wo man sie hinlegt. Ob das das Bett zu Hause, die Matratze bei Oma, das Hotelbett oder eben das Bett im Wohnmobil ist. Hauptsache sie fühlen sich geborgen. Eigentlich finde ich Campen mit Kleinkindern sogar entspannter als einen Hotelaufenthalt, zumindest dann wenn man rumreist. Durch den Wohnwagen oder Van haben die Kinder eine Basis auf Reisen, die sich nicht verändert. Reist man von Hotel zu Hotel oder von Ferienwohnung zu Ferienwohnung, kann das für die Kinder unter Umständen etwas anstrengend sein sich …